Balzner Marmor

Seit rund 150 Jahren wird im Steinbruch Freiaberg der sogenannte 'Balzner Marmor' abgebaut.

Aufgrund von geologischen Untersuchungen ist dieser Stein vor 140 Millionen Jahren entstanden und ist ein Produkt von Mikrofossilien und der Ablagerung von Jurakalk als Kalkschlamm. Durch die folgende Erhärtung und Unterbruch der Sedimentation entstanden die eigenartigen Schichtungen.

Im rohen Zustand hat der Balzner Kalkstein eine grau-bläuliche Farbe, durchzogen mit einer weissen Maserierung.

Seine ganze Schönheit entfaltet er im geschliffenen und polierten Zustand. Im herrlich tief schwarz glänzenden Grundton mit hervorstechenden, bezaubernden Zeichnungen zeigt sich der Balzner Marmor dem staunenden Betrachter. Der 'schwarze Marmor', wie er genannt wurde, erhielt schon vor 100 Jahren, dank seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten bedeutendes Ansehen und war schon damals weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In bedeutenden liechtensteinischen Gebäuden, wie zum Beispiel in der Balzner und Vaduzer Kirche, sowie im Regierungsgebäude findet man diesen Stein in verschiedensten Bearbeitungen wieder. Der Balzner Stein wird nicht nur für künstlerische oder repräsentative Zwecke verwendet, sondern ist vorwiegend in seinen verschiedensten Körnungen und Massen, vom Sand, zum frostsicheren Koffermaterial, bis hin zum Wuhr- oder roh gespaltenen Mauerstein sehr gefragt.

Der Balzner Steinbruch liefert somit auch einen wichtigen Rohstoff an die Hoch- und Tiefbau-, sowie Umgebungs- und Gartengestaltungsunternehmen.